Indiana Jones and the Last Crusade

Es ist 1938 und der Abenteurer Indiana Jones wird von seinem Vater auf dieser Suche unterstützt, um Adolf Hitler daran zu hindern, den Heiligen Gral zu erobern. Er muss sich mit Nazi-Wachen, der Luftwaffe und feindlichen Spionen auseinandersetzen, während er versucht, den tyrannischen Nazi-Führer aufzuhalten.
Das Graphic Adventure verwendet das gleiche SCUMM-Gameplay-System wie das vorherige Maniac Mansion . Der größte Teil des Bildschirms wird für eine visuelle Wiedergabe der aktuellen Szene verwendet. Am unteren Bildschirmrand befinden sich Wörter, die mit der Maus angeklickt werden können, um ihre Funktionen zu aktivieren. Zum Beispiel können Gegenstände aufgenommen, verwendet, geschoben oder gezogen sowie ein- und ausgeschaltet werden. Die meisten Drehorte stammen aus dem Film, aber einige weitere Szenen wurden hinzugefügt.
Passend zu Indianas Action-Mann-Persönlichkeit bietet das Spiel auch reine Actionszenen. Im Gegensatz zu den meisten Lucasfilm-Abenteuern kannst du sterben.

Eines der frühesten (und feinsten) Abenteuerspiele von Lucas Arts.

The Last Crusade beinhaltet einige teuflische Puzzle und eine Geschichte, die euch von New York über Venedig und Deutschland bis in den mittleren Osten führt. Ihr müsst gelegentlich nach Arcademanier gegen deutsche Offiziere kämpfen und mit Strategie verhindern, dass euch bewaffnete Wachen bemerken. Das bringt Abwechslung in ein ziemlich lineares Spiel, das sich klar an die Filmhandlung hält.

Grafik und Sound sind gut. Die VGA ist farbenreich und leistet gute Arbeit, wenn es um die Atmosphäre geht. Die Effekte bestehen meist aus Pieptönen, aber die Musik ist exzellent.

Dies ist eines der besten Abenteuerspiele aller Zeiten, meiner Meinung nach auch besser als der Nachfolger Indiana Jones and the Fate of Atlantis. Es liegt bei euch, diesen Abandonware-Edelstein auszuprobieren.

Rezension von the good old days: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug – der letzte der Filme (das wurde zumindest seinerzeit behauptet), und gleichzeitig der erste Indiana-Jones-Film, der in ein Adventure umgesetzt wurde (und das zweite Mal, dass Lucasfilms Spieleabteilung überhaupt ein Adventure zu einem Film produzierte). Hohe Erwartungen, denn in einem Adventure muss die Übersetzung der Geschichte natürlich etwas besser sein, als in einem kleinen Actionspiel, in dem der peitschenschwingende Held ein paar Schlangen gegenübertritt.
Erfolgreiche Bemühungen, das Spiel so cineastisch wie möglich zu machen, ziehen sich durch das gesamte Spiel: Vom gelungenen Vorspann (der die Jagd über die Zugwaggons darstellt, mit dem auch der Film beginnt) bis hin zu zahlreichen Dialogzeilen, die direkt aus dem Originalskript kommen, ist die Story sehr gut übertragen worden. Alle wichtigen Charaktere sind vorhanden, man kann sie gut erkennen (soweit 20×50 Pixel das leisten können) und es werden die Schauplätze des Film schön systematisch abgeklappert.
Einige Rätsel wurden sogar direkt übernommen, so dass relativ frische Erinnerungen an Harrison Fords Grals- und Vatersuche gewisse Vorteile mit sich bringen. Doch darauf beschränkt sich das Spiel natürlich nicht. In solchen hirnanregenden Szenen hilft Henry Jones’ Gralstagebuch in seinen zwei Inkarnationen (ein gedrucktes mit generellen Informationen und eines im Spiel, das leicht zufallsgenerierte Hinweise enthält) häufig weiter, und ansonsten muss der gesunde Menschenverstand und logisches Denken herhalten.

Trotz des Spaßes, den das Spiel unbestreitbar macht, verhindern zwei Dinge den Vorstoß in höhere Wertungsregionen. Erstens gibt es drei bescheuerte Labyrinthe. Eines kann umgangen werden, indem man ein zusätzlichen Rätsel löst, aber selbst dann bleiben noch zwei zu viel. Zweitens gibt es Actionsequenzen. Klar, Indiana Jones braucht eine gewisse Portion Action, und die ist hier auch nicht mal sonderlich schlecht eingebaut. Das Problem ist vielmehr, dass man bei den Faustkämpfen viel zu leicht sterben kann (und sich diese blöde Energieleiste einfach nicht wieder auffüllt nach gewonnenen Kämpfen).
Zusätzlich fallen ein paar Kleinigkeiten negativ auf. Die alternativen Wege / Lösungen wurden bereits erwähnt (und deren Existenz ist natürlich positiv). Jedoch sind diese oftmals so strukturiert, dass man sie nur einschlagen kann, indem man etwas völlig anderes, ohne erkennbaren Zusammenhang, viel früher tut. Spieler ohne die Gabe des Hellsehens wird es kaum auf die jeweils einfacheren Verzweigungen verschlagen. Das selbe gilt für ein paar wenige Rätsel (wirklich sehr wenige allerdings), die man nur lösen kann, wenn man viel, viel früher irgendetwas notiert hat – etwas, dessen Relevanz nicht sonderlich klar war zu dem Zeitpunkt, als es auftauchte (im Sinne der „Spoiler“-Vermeidung „etwas“ vage formuliert).
Nichts davon verdirbt einem letztendlich das Spiel. Ich für meinen Teil hole es auf jeden Fall immer mal wieder hervor, und es ist jedes Mal gut verbrachte Zeit. Natürlich konnte man damals aber noch nicht ahnen, dass die große Revolution im Adventuregenre erst noch kommen würde – doch das ist dann ein anderer Test.

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