Amiga 2000

Commodore erkannte recht bald, dass der Amiga ein sehr gefragter Computer war, allerdings war der hohe Anschaffungspreis eine große Hürde für die interessierten Käufer. Als diese Erkenntnis Gewissheit wurde, plante man sofort die Entwicklung zweier weiterer Modelle, die den Erfolg des Amiga garantieren sollten. Der Amiga 500 wurde in den U.S.A. entwickelt und produziert, während der große Bruder Amiga 2000 in Braunschweig das Licht der Welt erblickte. Der Amiga 500 sollte dabei den preisbewussten Anwender ansprechen und das Modell wurde so entwickelt, das die Herstellungskosten entsprechend gering waren. Der Amiga 2000 sollte hingegen den Profimarkt bedienen. Bereits sein deutlich grösseres Gehäuse gegenüber dem Amiga 1000 zeigte die “offene Architektur”, die den Anwender selbst entscheiden lassen konnte, wie das System erweitert werden sollte. Extern existierten zwei 3,5″-Schächte, wobei einer bereits mit einem Amiga-Diskettenlaufwerk besetzt war. Der zweite konnte ein identisches Laufwerk aufnehmen, oder aber eines für IBM PC kompatible Laufwerke (1,44 MByte). Zusätzlich war unterhalb der beiden Laufwerksschächte ein weiterer 5,25″-Einschub frei, der zu Beginn häufig mit einem passenden Floppylaufwerk (für MS-DOS Disketten) gefüllt wurde.
Zur Erweiterung des Systems konnten zehn Steckplätze genutzt werden: vier waren für PC-Steckkarten gedacht, während die restlichen sechs die Grundkonfiguration des Amigas erweiterte. Allerdings waren nur maximal acht Steckplätze gleichzeitig nutzbar, da zwei Steckplätze sich gegenüberlagen und daher nur jeweils eine Karte aufnehmen konnten. Von den beschriebenen Steckplätzen ein wenig entfernt konnte zudem eine Prozessorkarte eingebaut werden, die den Betrieb eines Motorola 68020 oder 68030ermöglichte. Später existierten noch weitere Turbokarten, die auch andere Prozessormodelle ermöglichten. Die Steckplätze für die PC-Seite des Amigas konnten wahlweise zwei XT- oder AT-Karten aufnehmen, allerdings war es auch möglich die verbliebenen XT-Steckplätze in AT-Varianten aufzurüsten. Allerdings bedeuteten diese Steckplätze nicht, das der Amiga 2000 ohne weiteres IBM PC kompatibel war. Um dieses System zu nutzen, war eine sogenannte Bridgeboard-Karte notwendig, die zusätzlich erstanden werden musste. Zu Beginn veröffentlichte Commdore eine XT-Karte mit Intel 8088 Prozessor, der mit 4,77 MHz getaktet war. Auf der Karte waren zusätzlich 512 KByte RAM und ein DMA-Controller enthalten. Dieser war nötig, um die Verbindung mit dem Amiga aufzunehmen, da beide Systeme simultan liefen. Später veröffentlichte man zusätzlich noch Bridgeboards mit Intel 80286 (A2286 AT Bridgeboard) und Intel 80386 (A2386 Bridgeboard). Vorteil war die Integration von zwei Systemen in einem Gehäuse, die jederzeit genutzt werden konnten, ohne das jeweils andere System auszubremsen. Zu diesem Zweck existierte ein 128 KByte Speicher, der von beiden Systemen genutzt werden konnte und wie ein Übersetzer arbeitete. Das hatte zudem den Vorteil, dass die PC-Komponenten auch auf sämtliche Perepherie des Amiga zugreifen und beispielsweise den Drucker ansprechen konnten. Dank des Blitters, einem Teil des Agnus-Custom Chips, war die Geschwindigkeit von PC-Programmen, die mit hochauflösender Grafik arbeiteten, deutlich schneller, als übliche PCs.
Für die weitere Entwicklung, auch durch Dritthersteller, kam auf der Amiga-Seite eine neue Busnorm, die nicht von Commodore, aber im Auftrag des Unternehmens entwickelt worden war und auf den Namen Zorro getauft wurde. So war es nun möglich Karten zu produzieren, die alle einen gemeinsamen Standard besaßen. Zahlreiche Hersteller sprangen auf diesen Zug und schon bald existierte eine unüberschaubare Zahl an Festplattencontrollern, Speichererweiterungen (maximal 9,5 MByte), Grafikkarten etc.
Trotz allem basierte der Amiga 2000, entgegen dem Amiga 500, auf einem Amiga 1000. Der Amiga 500 war dagegen eine komplett neue Entwicklung. Lediglich das Design der Hauptplatine wurde verändert, um im neuen Gehäuse Platz zu finden. Dazu gesellten sich ein Genlock-Slot und die neuen Zorrosteckplätze. Commodore International, die Mutterfirma, war allerdings nicht sonderlich angetan von dieser Weiterentwciklung und liess das Entwicklungsteam des Amiga 500 noch einmal eine Revision des A2000 anfertigen. Das Team nahm nun ihre eigene Entwicklung, den Amiga 500, als Basis und erweiterten ihn mit dem Buster-Controller, der einige Chips in sich vereinte und so den Aufbau deutlich vereinfachte. Um diese Versionen zu unterscheiden, nannte man die deutsche Urpsrungsversion Amiga 2000A, während die überarbeitete Variante den Namen Amiga 2000B erhielt.
Der Amiga 2000 wurde durch diese Überarbeitung ein deutlich besserer Computer, der auch die erweiterten Customchips verwendete, die nicht nur 512 KByte ChipMem adressieren konnten, sondern 1 MByte. Auch der Einsatz von Prozessorkarten war nun deutlich einfacher. Musste zuvor der Motorola 68000 entfernt werden, konnte dieser nun an seinem Platz verweilen.
1990 erschien zudem der Amiga 2000C, der, ebenso wie der Amiga 500+, mit dem ECS-Chipsatz (max. 2 MByte ChipMem) ausgestattet war und mit Amiga OS 2.04 ausgeliefert wurde. (Quelle: historycorner.de)

Amiga 2000A technische Daten

Prozessor
Typ: Motorola MC68000
Taktfrequenz: 7,14 MHz

Speicher
Chip-RAM: 512 KB (max. 512 KB)
Fast-RAM: 0 KB (max. 8 MB)
ROM: 256 KB

Betriebssystem(e)
Kickstartversion(en): 1.2
AmigaOS-Version(en): 1.2

Grafik
Chipsatz: OCS
max. Farben: 4096 (HAM-Modus)

Laufwerke
Diskettenlaufwerk: 1 x 3,5″ intern, DS/DD, 880 KB
Diskettenlaufwerk: optional 1 zusätzliches internes Laufwerk
Diskettenlaufwerk: optional 2 zusätzliche externe Laufwerke

Schnittstellen
intern: 5 x ZorroII-Slot
intern: 1 x CPU-Slot
intern: 1 x Video-Slot
intern: 2 x 8-Bit ISA-Slot
intern: 2 x 16-Bit ISA-Slot
intern: 2 x Floppyport

extern: 1 x Monochrom Composite-Video, Cinch
extern: 1 x RGB Video (analog, 15 KHz), D-Sub 23-pol
extern: 1 x Parallelport, Centronics, D-Sub 25-pol
extern: 1 x Serialport RS-232, D-Sub 25-pol
extern: 1 x Floppyport, D-Sub 23-pol
extern: 2 x Cinch für 4-Kanal Stereo-Sound
extern: 2 x Maus-/Joystick-Port, D-Sub 9-pol
extern: 1 x Tastatur-Port, DIN 5-pol

Gehäuse und Tastatur
Gehäuse: Desktop-Gehäuse
Einbauschächte: 2 x 3,5″ (einer belegt durch Floppy)
Einbauschächte: 1 x 5,25″

Tastatur: 89 Tasten

Amiga 2000B technische Daten

Speicher
Chip-RAM: 512 KB (max. 512 KB)
Fast-RAM: 512 KB (max. 8 MB)

Betriebssystem(e)
Kickstartversion(en): 1.2, 1.3
AmigaOS-Version(en): 1.2, 1.3

sonst wie Amiga 2000A

Amiga 2000C technische Daten

Speicher
Chip-RAM: 1 MB (max. 1 MB)
Fast-RAM: 0 KB (max. 8 MB)

Betriebssystem(e)
Kickstartversion(en): 2.04
AmigaOS-Version(en): 2.04

Grafik:
Chipsatz: ECS
max. Farben: 4096 (HAM-Modus)

sonst wie Amiga 2000A

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2 Kommentare

  1. Der Amiga 2000 in der ECS Variante wurde nie offiziell als 2000C bezeichnet. Aber was solls, wozu sich mit der Realität auseinandersetzen, wenn man hier fröhlich vor sich hinlügen kann. Wenigstens auf sprachlich erbärmlichen Niveau, so dass die Seite ohnehin keiner ernst nimmt.

    • Ok dass sind unsere Informationen, die wir so auch übernommen haben. Vielleicht kannst du uns ja andere geben, statt überheblich über uns zu spotten!

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