The Chaos Engine 2

Ein Review von amigafan.de: Der Top/Down Shooter Hit “The Chaos Engine” von den Bitmap Brothers erschien 1993 für alle Amiga. 1994 erschien eine AGA Version des Spiels. Im Jahr 1996 war der Amiga am kommerziellen Zenit, umso erstaunlicher war es von den Brüdern mit Chaos Engine 2 nochmals einen Amiga exklusiven Titel und Nachfolger spendiert zu bekommen.
Die Geschichte knüpft dabei auch ein wenig an Teil 1 an. Wieder ist es der durchgeknallte Professor und Baron Fortesque mit seiner Zeitmaschine (die Chaos Engine), welcher eben für solches sorgt – Chaos. Diese Maschine explodiert nämlich bekanntermaßen in Teil 1 und die Teile der Maschine liegen nun in Zeit dimensionalen Arenen verstreut herum, und ein Söldner Quartett wird in diesen gefangen. Die einzige Möglichkeit, alles wieder ins Lot zu bringen, besteht fortan darin, Fortesque beim Wiederaufbau seiner zwielichtigen Maschine zu helfen. Demjenigen, der den größten Beitrag leistet und die meisten Punkte erzielt, wird seine Freiheit gewährt.
Wieder kann man zwischen den (diesmal nur vier anstatt wie in Teil 1 sechs) Charakteren wählen: The Gent – ein schick aussehender Charakter mit einem Pferdeschwanz, Trenchcoat und Pistole. Navvie – ein Kerl, der aussieht wie Bob Hoskins, der etwas unscheinbare Brigand und ein Charlie Brown Verschnitt mit einem psychotischen Grinsen.
Einige Dinge bleiben gegenüber der ursprünglichen Chaos Engine auch in Teil 2 relativ unverändert. Im Gegensatz zum Original jedoch, legt man bei Chaos Engine 2 mehr Wert darauf, dass sich zwei Spieler gegenseitig beharken, anstatt im Team zusammen zu arbeiten.
Das Ziel ist – sammle so viele Bonuspunkte wie möglich und finde den Schlüssel, mit dem du dieses Level verlassen und vor deinem Gegner aussteigen kannst. Klingt einfach? Nun, das ist es allerdings nicht so ganz, den in der Kampfarena sind neben dem menschlichen oder CPU gesteuerten direkten Konkurrenten auch noch allerlei Monster, welche einem das Leben schwer machen. Der Erfolg im Spiel hängt jetzt viel mehr von der Taktik ab – ob man nun sich schussgewaltig (mit Blick auf den Munitionsvorrat, ansonsten stehen nur noch Fäuste zur Debatte) oder gemein an Wände anlehnt und darauf wartet das der Gegner vorbeizieht und man diesen überrumpelt, bleibt einem dabei selbst überlassen. Die Grafiken im bekannten Bitmap Brothers Stil sind dabei auch heute noch gut anzusehen, farbenfroh und ruckelfrei. Gleiches gilt für die gut hörbare Musik und den FX, sowie einem guten Handling via Joystick bzw. Joypad, an dem es nichts zu mäkeln gibt.
Fazit: The Chaos Engine 2 ist ein gutes Spiel, welches aber erst gegen einen menschlichen Kontrahenten sein Potenzial ausschöpft. Das liegt weniger an einer schlechten KI, im Gegenteil man wird seine liebe Mühe haben mit dieser Schritt zu halten, als vielmehr um den Spaß Faktor. Gegen die CPU wird es teilweise frustig und der Eindruck von “Unfair” wird in späteren Level verstärkt auftreten. Diesen Amiga exklusiven Titel sollte man aber in jedem Fall mal angespielt haben, so oder so.

ECS: WinUAE – Config : A500-1.3
AGA: WinUAE – Config : A1200-3.1

Action, 1996

englisch

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