Indiana Jones and the Fate of Atlantis: The Action Game

Da es sich um einen Action-Titel handelt, beginnt das Spiel dort, wo Indy einen Vorwand hat, um seine treue Peitsche zu benutzen: in Monte Carlo, nachdem er die eigensinnige ehemalige Studentin Sophie zu seiner Hilfe rekrutiert und den Ort der alten Scheiben ermittelt hat, die zum Öffnen der Tür benötigt werden die verlorene Stadt Atlantis. Die meisten Aktionen finden in isometrischer Ansicht statt, obwohl es einige Variationen auf dem Weg gibt, um das Interesse aufrechtzuerhalten. Es gibt sogar einige Abenteuerspielelemente, wie Indys Inventar, das Sie mit verschiedenen Objekten füllen können, die Sie verwenden können (dh Geld, um Dinge zu kaufen). Sie sind jedoch meistens einfach und dienen nur dazu, die Spannung von der knöchelblasenden Aktion abzubauen.
Wir schreiben das Jahr 1938. Die Nazis sind auf der Suche nach dem versunkenen Kontinent Atlantis, um eine geheimnisvolle Energiequelle für Vernichtungswaffen anzuzapfen. Als die Schergen von Dr. Ubermann zwei Artefakte aus der Sammlung von Indiana Jones stehlen, bricht der Archäologe zusammen mit seiner früheren Kollegin Sophia Hapgood auf. Unsere Helden müssen eine Vielzahl von Abenteuern überstehen, um Atlantis rechtzeitig zu erreichen.
Das nächste Indy-Abenteuer nach dem Film »Der letzte Kreuzzug« fand nicht im Kino statt: Die Geschichte von Indiana Jones and the Fate of Atlantis dachten sich Hal Barwood und Noah Falstein von Lucasfilm Games aus. Resultierte sie in ein gutes Spiel? Die Antwort lautet »ja« und »nein« zugleich.
Denn während in den USA ein vielgerühmtes Grafik-Adventure entstand, erwachte in England sein böser Zwilling zum Leben, der Spielspaß und Motivation raubt wie Nazis archäologische Fundstücke.
Eine ähnliche unheilvolle Konstellation gibt es schon 1989, als das Grafik-Adventure zum Film Indiana Jones und der letzte Kreuzzug zunächst nur für PC erscheint. Damit die rückständigen Europäer mit ihrer 8-Bit-Hardware nicht völlig leer ausgehen, wird auch ein separates Actionspiel geplant. Da vertraut LucasArts auf die Kompetenz des britischen Bündnispartners U.S. Gold, einem Spezialisten für Lizenztitel fragwürdiger Qualität.
So erstaunt es niemanden, dass dabei ein träges Plattformgepeitsche mit unfairem Leveldesign herauskommt, welches dem großen Adventure-Bruder qualitativ nicht mal bis zur Gürtelschlaufe reicht. Außer Presse und Kunden hat’s anscheinend keinen gestört: Als Indy rund drei Jahre später wieder zur Pixelpeitsche greift, wiederholt sich das doppelte Spiel, wenn auch mit neuen Extremen: Während das Fate of Atlantis-Adventure besser als sein Vorgänger ist, steigert sich das Action-Spiel in die entgegengesetzte Richtung: noch dümmer, noch fieser, noch rundherum schlechter.

WinUAE – Config : A500-1.3

Action, 1992

englisch

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