HeroQuest II: Legacy of Sorasil

Ein Review von amigafan.de : Wie schon im Vorgänger dürfen bis zu vier Spieler jeweils einen Helden übernehmen und diesen rundenweise durch eine isometrische 3D- Fantasy Landschaften lotsen um Monster zu meucheln sowie Schätze und bessere Ausrüstung zu finden. An den Start gegen alle Amiga mit 1 MB Ram. Eine Festplatteninstallation der vier Disketten wird empfohlen.
Storytechnisch geht es auf die Suche nach dem Ursprung einer furchtbaren Seuche. Betroffen ist das Land Rhia, wodurch dort jetzt die Flüße verdorren, die Ernte vertrocknet und das Vieh verendet. Somit gilt es in neun voneinander unabhängigen Kapiteln ein Amulett und ein Orakelstein zu finden, welche das aufkeimende Böse zu verbannen vermögen. Nach Ablauf des belanglosen Intros wird aus den acht zur Wahl stehenden Kämpfern, Zwergen, Magiern der Stoßtrupp zusammengestellt und durch das Verteilen zusätzlicher Stärkepunkte in fünf verschiedenen Bereichen individuell aufgepeppt. Abweichend von der üblichen Norm kann man in der Folge seine Party zwischen den einzelnen Kapiteln wieder völlig neu zusammenstellen – erst in dieser Übergangsphase werden auch eventuelle Verbesserungen der Charakterwerte wirksam, und das Abspeichern des Spielstands ist ebenfalls nur am Ende einer Mission zugelassen. Wer sich die Sache noch weiter (stark) erschweren will, braucht sein Glück bloß mit einem Solokämpfer zu versuchen… Sobald alle Voreinstellungen vorgenommen wurden, wählt man auf der von oben gezeigten Landkarte einen der neuen Einsatzorte aus.
Bei Bedarf kann man zuvor auch noch eins der drei angezeigten Warenhäuser besuchen, um nützliche Gegenstände vom Säbel bis zum Gesundheitstrank zu kaufen oder zu verkaufen. Gesteuert werden die Recken nacheinander und rundenweise via Maus und die am unteren Bildrand angebrachten Icons bzw. Richtungspfeile. Jedem Mitglied der Gruppe steht pro Runde eine bestimmte Zahl von Bewegungs- und Aktionspunkten zum Suchen (alle entdeckten Kisten und Geldverstecke werden natürlich gnadenlos geplündert), Zaubern, Kämpfen usw. zur Verfügung. Danach sind die zufällig gerade in der Gegend weilenden Monster dran.
Die Automapping Funktion sorgt für Übersicht, was man teilweise von der Iso-Ansicht, die mal das ein oder andere Monster ungünstig verdeckt nicht sagen kann. Ansonsten werden die Skelette, Vampire oder Mumien mit den berufsspezifischen Waffen der Helden oder einem der insgesamt 20 Zaubersprüche bekämpft. Das seltene Vorkommen an Tränken, die man unbedingt für das Auffrischen der Zauber- bzw. Lebensenergie benötigt, macht das unterfangen gegen die pure Masse an Monstern nicht einfach. Alle naselang stolpert man dazu über Fallen wie plötzlich aus dem Boden schießende Speere, so daß wirklich jeder einzelne Schritt wohlüberlegt sein will. Einmal entdeckte Fallen können mit dem (hoffentlich gekauften) Werkzeug entschärft werden, das aber auch der Zwerg “Grimbeard” mit im Gepäck hat. Fazit: Die Grafik wirkt recht stimmig hat aber ihre Schwächen in der Übersicht. Der Sound ist recht schwach. Das Gameplay stimmt. Weil die Atmosphäre insgesamt aber auch heute noch ganz gut rüber kommt, kann man das Spiel, nach ein wenig Einspielzeit, jedem Hero Quest und RPG Fan durchaus empfehlen.

Gremlin Interactive Limited

WinUAE – Config : A500-1.3
WinUAE – Config : A1200-3.1 CD oder Akiko (CD32)

Rollenspiel, 1993

englisch, deutsch, französisch

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